Die B-Serie Saugpumpe von APT ist eine Exzenterschneckenpumpe, während die Rachenpumpe (auch Kreiselpumpe genannt) nach einem völlig anderen Förderprinzip arbeitet. Der entscheidende Unterschied liegt im Umgang mit feststoffhaltigen, zähflüssigen Medien: Die B-Serie fördert diese schonend und mit konstantem Volumenstrom, die Rachenpumpe stößt dabei schnell an ihre Grenzen. Die folgenden Abschnitte beleuchten die wichtigsten Unterschiede in Technik, Wartung, Effizienz und Einsatzbereich – damit Sie die richtige Pumpe für Ihren Betrieb wählen können.
Wie funktioniert eine Exzenterschneckenpumpe im Vergleich zur Rachenpumpe?
Eine Exzenterschneckenpumpe fördert das Medium durch die rotierende Bewegung eines Rotors innerhalb eines Stators. Dabei entstehen geschlossene Kammern, die das Medium kontinuierlich und pulsationsfrei von der Saug- zur Druckseite transportieren. Eine Rachenpumpe (Kreiselpumpe) hingegen beschleunigt das Medium über ein rotierendes Laufrad durch Fliehkraft – ein grundlegend anderer Fördermechanismus, der andere Medieneigenschaften voraussetzt.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Strömungscharakteristik. Die Exzenterschneckenpumpe erzeugt einen gleichmäßigen, nahezu pulsationsfreien Volumenstrom, unabhängig von Viskosität oder Feststoffgehalt. Die Rachenpumpe arbeitet effizient bei dünnflüssigen, homogenen Medien, verliert aber deutlich an Leistung, sobald das Medium zähflüssiger wird oder Feststoffe enthält. Bei Gülle mit hohem Trockensubstanzgehalt oder Gärsubstraten in Biogasanlagen macht sich dieser Unterschied unmittelbar im Betrieb bemerkbar.
Welche Medien kann die B-Serie Saugpumpe fördern, die Rachenpumpen nicht können?
Die B-Serie Saugpumpe ist für feststoffhaltige, faserige und hochviskose Medien ausgelegt. Dazu gehören Gülle mit hohem Trockensubstanzgehalt, Gärsubstrate, Mist-Wasser-Gemische, Silosickersaft und andere Agrarflüssigkeiten, die Stroh, Gras oder andere Fasern enthalten. Rachenpumpen sind für solche Medien in der Regel nicht geeignet, weil Feststoffe das Laufrad blockieren oder beschädigen können.
Konkret bewältigt die B-Serie Medien mit einem Trockensubstanzgehalt, bei dem Kreiselpumpen bereits verstopfen oder erheblichen Verschleiß erleiden. Faserige Bestandteile, die in der Landwirtschaft und in Biogasanlagen häufig vorkommen, wickeln sich um Laufräder und führen dort zu Betriebsunterbrechungen. Die Exzenterschneckenpumpe transportiert solche Bestandteile zuverlässig, weil die Förderung durch geschlossene Kammern erfolgt – ohne rotierende Teile, die leicht blockiert werden könnten.
Wie unterscheiden sich Wartungsaufwand und Verschleißteile bei beiden Pumpentypen?
Bei einer Exzenterschneckenpumpe sind Rotor und Stator die zentralen Verschleißteile, ergänzt durch Kardangelenke und Dichtungen. Diese Teile lassen sich in der Regel ohne Spezialwerkzeug tauschen und sind als Ersatzteile gut verfügbar. Bei einer Rachenpumpe verschleißen vor allem das Laufrad und die Gleitringdichtung, wobei Verstopfungen durch Feststoffe den Wartungsaufwand deutlich erhöhen können.
In der Praxis bedeutet das: Wer regelmäßig feststoffhaltige Medien fördert, hat mit einer Rachenpumpe häufigere ungeplante Stillstände. Die Exzenterschneckenpumpe verschleißt gleichmäßiger und vorhersehbarer, was eine geplante Wartung erheblich erleichtert. Rotor und Stator zeigen ihren Verschleiß durch nachlassenden Druck und reduzierten Volumenstrom, bevor es zum Ausfall kommt. APT hält ein umfangreiches Ersatzteillager mit Statoren, Rotoren, Kardangelenken und Dichtungen vor – auch für Pumpen anderer Hersteller wie Wangen, Netzsch und Vogelsang. Weitere Informationen zu Ersatzteilen und technischer Unterstützung finden Sie auf der Seite von APT Allgäuer Pumpen Technik.
Wann ist die Rachenpumpe der B-Serie vorzuziehen?
Die Rachenpumpe ist die bessere Wahl, wenn das Fördermedium dünnflüssig, weitgehend feststofffrei und homogen ist und wenn große Volumenströme bei geringem Druck gefragt sind. Für das Umpumpen von klarem Wasser, verdünnter Jauche oder anderen niedrigviskosen Flüssigkeiten arbeitet sie energetisch günstiger und ist kostengünstiger in der Anschaffung. Für anspruchsvollere Aufgaben wie die Fermenterbeschickung oder den Feststoffeintrag in Biogasanlagen bietet APT mit dem B-Serie Raptor eine leistungsstarke Alternative.
Auch bei sehr hohen Fördermengen, bei denen Druckaufbau keine entscheidende Rolle spielt, kann die Kreiselpumpe punkten. In der Landwirtschaft kommt sie zum Einsatz, wenn Gülle stark verdünnt oder vorab separiert wurde. Sobald jedoch Fasern, Stroh oder ein höherer Trockensubstanzgehalt ins Spiel kommen, wechseln die Vorteile klar zur Exzenterschneckenpumpe.
Welche Energieeffizienz erreicht die B-Serie Saugpumpe gegenüber der Rachenpumpe?
Bei feststoffhaltigen und hochviskosen Medien ist die B-Serie Saugpumpe in der Regel energieeffizienter als eine Rachenpumpe, weil sie den Volumenstrom unabhängig von der Viskosität konstant hält. Eine Rachenpumpe muss bei dickflüssigeren Medien mit deutlich höherer Drehzahl oder Leistung betrieben werden, um denselben Durchsatz zu erreichen – was den Energieverbrauch spürbar steigen lässt.
Bei dünnflüssigen Medien kehrt sich dieses Verhältnis um: Kreiselpumpen erzielen dort hohe Wirkungsgrade bei vergleichsweise geringem Energieeinsatz. Die Effizienz einer Exzenterschneckenpumpe ist am höchsten, wenn sie im optimalen Betriebspunkt läuft – also bei Medien, für die sie ausgelegt wurde. Für Biogasanlagen und die Gülletechnik, wo zähflüssige Substrate die Regel sind, ist die B-Serie deshalb die wirtschaftlichere Wahl über die gesamte Betriebsdauer. Weiterführende Hinweise zu Einsparpotenzialen in Biogasanlagen finden Sie im Artikel zu Energieeinsparung durch optimierte Pumpentechnik.
Welche B-Serie-Variante eignet sich für welchen Einsatzbereich?
Die B-Serie von APT umfasst verschiedene Ausführungen, die als Saug-, Einpress- und Dosierpumpen konzipiert sind. Die Saugpumpe eignet sich für das Absaugen von Gülle aus Gruben oder Behältern, die Einpresspumpe für das Einpressen in Leitungssysteme unter Druck und die Dosierpumpe für die präzise, mengengenaue Förderung von Substraten in Biogasanlagen. Einen vollständigen Überblick über alle verfügbaren Pumpentypen bietet die Produktübersicht von APT.
Für die Gülletechnik auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ist die Saugpumpe der B-Serie die häufigste Wahl, weil sie robust genug für unbehandelte Gülle mit Feststoffen ist und sich flexibel einsetzen lässt. In Biogasanlagen, wo Substrate wie Maissilage oder Grassilage in den Fermenter eingebracht werden müssen, kommt die Einpresspumpe zum Einsatz. Die Dosierpumpe wird überall dort verwendet, wo ein kontrollierter, gleichmäßiger Zufluss gefragt ist – etwa bei der Zugabe von Additiven oder bei automatisierten Fütterungssystemen.
Wie APT bei der Pumpenwahl hilft
APT Allgäuer Pumpen Technik bietet für die Gülletechnik und Biogasanlagen konkrete Lösungen, die auf die jeweiligen Betriebsbedingungen abgestimmt sind. Das umfasst:
- Eigene Exzenterschneckenpumpen der B-Serie als Saug-, Einpress- und Dosierpumpen für verschiedene Förderaufgaben
- Ein umfangreiches Ersatzteillager mit Statoren, Rotoren, Kardangelenken und Dichtungen für schnelle Wartung und kurze Stillstandzeiten
- Fachkundige Beratung zur Pumpenwahl, abgestimmt auf das Fördermedium, den Betriebsdruck und die gewünschte Fördermenge
- Ersatzteile auch für Pumpen von Wangen, Netzsch und Vogelsang, damit Betreiber nicht auf einen einzigen Hersteller angewiesen sind
Wer unsicher ist, ob die B-Serie Saugpumpe oder ein anderer Pumpentyp für den eigenen Betrieb besser geeignet ist, kann sich direkt an APT wenden. Auf der Kontaktseite finden Landwirte und Biogasanlagenbetreiber alle Möglichkeiten, um eine persönliche Beratung anzufragen.
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