Was unterscheidet die B-Serie Saugpumpe von der Rachenpumpe?

Was unterscheidet die B-Serie Saugpumpe von der Rachenpumpe?

Katharina Wall ·
Landwirtschaftliche Saugpumpe und Schlundpumpe auf verwittertem Betonboden eines Stalls, mit Gummischläuchen und Stahlarmatur.

Die B-Serie Saugpumpe von APT ist eine Exzenterschneckenpumpe, während die Rachenpumpe auf einem völlig anderen Funktionsprinzip basiert: dem Kolben- oder Membranprinzip mit Ventilsteuerung. Der entscheidende Unterschied liegt in der Förderweise, der Eignung für verschiedene Medien und dem Wartungsaufwand im laufenden Betrieb. Die folgenden Abschnitte gehen auf die wichtigsten Fragen ein, die Landwirte bei der Wahl zwischen diesen beiden Pumpentypen stellen.

Wie funktioniert eine Rachenpumpe technisch?

Eine Rachenpumpe arbeitet nach dem Verdrängerprinzip mit einem Kolben oder einer Membran, die sich in einem Zylinder hin- und herbewegt. Über Einlass- und Auslassventile wird das Fördermedium angesaugt und ausgestoßen. Dieses Prinzip erzeugt einen pulsierenden Förderstrom, der je nach Ausführung mehr oder weniger stark ausgeprägt ist.

Das Herzstück der Rachenpumpe ist ihr einfacher mechanischer Aufbau: wenige bewegliche Teile, robuste Gehäuse und eine Technik, die sich seit Jahrzehnten in der Landwirtschaft bewährt hat. Gerade beim Umpumpen von Gülle mit hohem Feststoffanteil oder groben Fasern hat die Rachenpumpe traditionell ihre Stärken ausgespielt, weil die großen Durchgangsquerschnitte Verstopfungen reduzieren. Allerdings ist die Förderleistung durch den pulsierenden Betrieb nicht gleichmäßig, und der Verschleiß an Ventilen und Dichtungen steigt mit der Belastung durch abrasive Medien.

Welche Fördermedien eignen sich für die B-Serie Saugpumpe?

Die B-Serie Saugpumpe eignet sich für ein breites Spektrum an viskosen, feststoffhaltigen und abrasiven Medien. Dazu zählen Gülle, Gärreste, Maissilage-Maischen, Futterreste und andere organische Substrate, wie sie typischerweise in der Landwirtschaft und in Biogasanlagen anfallen.

Als Exzenterschneckenpumpe fördert die B-Serie kontinuierlich und schonend, was besonders bei empfindlichen Substraten oder bei Medien mit langen Fasern von Vorteil ist. Die Pumpe kommt mit wechselnden Substraten gut zurecht, weil Stator und Rotor auf unterschiedliche Viskositäten ausgelegt werden können. Fremdkörper wie Steine oder Metallteile können zwar grundsätzlich Schäden verursachen, aber die konstruktive Robustheit der B-Serie reduziert das Risiko im Alltagsbetrieb erheblich. Für Landwirte, die Gülle ansaugen, in Biogasanlagen einpressen oder Substrate dosieren, bietet die B-Serie Saugpumpe eine flexible und zuverlässige Grundlage.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen B-Serie und Rachenpumpe?

Der wichtigste Unterschied liegt im Förderverhalten: Die B-Serie Saugpumpe als Exzenterschneckenpumpe fördert kontinuierlich und pulsationsfrei, während die Rachenpumpe einen pulsierenden Förderstrom erzeugt. Daraus ergeben sich unterschiedliche Einsatzschwerpunkte, Betriebskosten und Anforderungen an die nachgelagerte Anlagentechnik.

Weitere wesentliche Unterschiede:

  • Förderstrom: Die Exzenterschneckenpumpe liefert einen gleichmäßigen, kontinuierlichen Volumenstrom. Die Rachenpumpe arbeitet in Hüben, was Druckspitzen in der Leitung erzeugen kann.
  • Medieneignung: Die B-Serie verarbeitet auch hochviskose oder faserige Medien schonend. Rachenpumpen sind bei sehr groben Feststoffen durch ihre großen Öffnungen oft im Vorteil.
  • Energieeffizienz: Exzenterschneckenpumpen arbeiten bei gleichmäßiger Last energieeffizienter, weil keine Ventilarbeit anfällt und der Antrieb gleichmäßig belastet wird.
  • Baugröße und Einbau: Rachenpumpen sind oft kompakter und einfacher in bestehende Anlagen zu integrieren. Die B-Serie erfordert etwas mehr Planungsaufwand, bietet dafür aber eine modulare Bauweise.
  • Verschleißteile: Bei der Exzenterschneckenpumpe sind Stator und Rotor die zentralen Verschleißteile. Bei der Rachenpumpe sind es Ventile, Dichtungen und die Membran beziehungsweise der Kolben.

Wann sollte man eine B-Serie Saugpumpe statt einer Rachenpumpe wählen?

Die B-Serie Saugpumpe ist die bessere Wahl, wenn ein gleichmäßiger Förderstrom gefragt ist, die Medien wechseln oder wenn Dosiergenauigkeit eine Rolle spielt. Gerade in Biogasanlagen, wo Substrate präzise zugeführt werden müssen, oder bei langen Förderstrecken, wo Druckspitzen die Leitung belasten würden, spielt die Exzenterschneckenpumpe ihre Stärken aus.

Auch bei stark viskosen Medien oder bei Substraten mit hohem Fasergehalt, der Ventile einer Rachenpumpe schnell verschleißen lässt, empfiehlt sich die B-Serie. Wer außerdem auf langfristig niedrige Betriebskosten setzt und Wert auf eine wartungsfreundliche Konstruktion legt, findet in der B-Serie eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Rachenpumpen bleiben dann interessant, wenn sehr grobe Feststoffe gefördert werden müssen, die Investitionskosten im Vordergrund stehen oder wenn eine bestehende Anlage auf eine bewährte Technik ausgelegt ist, die sich nicht einfach ersetzen lässt.

Wie aufwendig ist die Wartung der B-Serie im Vergleich zur Rachenpumpe?

Die B-Serie Saugpumpe ist auf einfache Wartung ausgelegt: Großzügige Wartungsöffnungen ermöglichen den Zugang zu den Innenteilen ohne aufwendigen Ausbau. Die zentralen Verschleißteile sind Stator und Rotor, die sich nach Bedarf tauschen lassen. Lebensdauergeschmierte Lager reduzieren den Wartungsaufwand im laufenden Betrieb erheblich.

Bei der Rachenpumpe fallen Wartungsarbeiten an Ventilen, Dichtungen und der Membran beziehungsweise dem Kolben an. Diese Teile unterliegen bei abrasiven Medien einem höheren Verschleiß, weil sie bei jedem Hub mechanisch belastet werden. Die Intervalle hängen stark vom geförderten Medium ab: Bei sandiger oder faserhaltiger Gülle können Ventile und Dichtungen deutlich schneller verschleißen als bei reiner Flüssigkeit. Generell gilt: Wer die Wartungszeiten kurz halten und Stillstände minimieren will, profitiert bei der Exzenterschneckenpumpe von der klar strukturierten Bauweise und der guten Ersatzteilverfügbarkeit.

Wie APT bei der Wahl der richtigen Güllepumpe hilft

APT Allgäuer Pumpentechnik bietet Landwirten und Biogasanlagenbetreibern konkrete Unterstützung bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Pumpentypen. Die B-Serie Saugpumpe wird in Kißlegg im Allgäu gefertigt und ist speziell auf die Anforderungen der Agrar- und Biogastechnik ausgelegt. Was APT dabei auszeichnet:

  • Individuelle Beratung zu Fördermedium, Viskosität und Anlagenaufbau, bevor eine Pumpe ausgewählt wird
  • Modulare Bauweise der B-Serie für eine flexible Integration in bestehende Anlagen
  • Umfangreiches Ersatzteillager mit Statoren, Rotoren und Dichtungen für schnelle Verfügbarkeit
  • Langjährige Erfahrung mit unterschiedlichsten Substraten in der Landwirtschaft und Biogastechnik

Wer wissen möchte, welche Pumpe für den eigenen Betrieb am besten geeignet ist, kann direkt Kontakt mit APT aufnehmen und eine unverbindliche Beratung anfragen.

Close

Lorem ipsum dolor sit amet, for consetetur sadipscing elitr