Wann lohnt sich eine Saugpumpe statt einer Tauchpumpe?

Wann lohnt sich eine Saugpumpe statt einer Tauchpumpe?

Katharina Wall ·

Eine Saugpumpe lohnt sich gegenüber einer Tauchpumpe vor allem dann, wenn das Medium von außen gefördert werden soll, wenn regelmäßige Wartung ohne großen Aufwand möglich sein muss oder wenn viskose, feststoffhaltige Medien wie Gülle oder Gärsubstrat bewegt werden sollen. Tauchpumpen sind kompakter und benötigen keinen separaten Aufstellungsort, dafür ist ihre Wartung aufwendiger. Die folgenden Abschnitte beantworten die häufigsten Fragen zu diesem Vergleich.

Wie unterscheiden sich Saugpumpe und Tauchpumpe technisch?

Der grundlegende Unterschied liegt im Aufstellungsort: Eine Saugpumpe arbeitet oberhalb des Mediums und zieht es durch eine Saugleitung an, während eine Tauchpumpe direkt im Medium eingetaucht ist und das Fördermedium nach oben drückt. Saugpumpen benötigen eine Ansaughöhe, die physikalisch begrenzt ist, und müssen entlüftet werden können. Tauchpumpen sind konstruktiv dichter und oft kleiner, da sie keinen separaten Antriebsraum brauchen.

In der Gülletechnik und Biogastechnik kommen häufig Exzenterschneckenpumpen als Saugpumpen zum Einsatz. Sie fördern das Medium durch einen rotierenden Rotor, der innerhalb eines elastischen Stators läuft. Dieses Prinzip erlaubt eine schonende, kontinuierliche Förderung auch bei hoher Viskosität und hohem Feststoffanteil. Tauchpumpen in diesen Bereichen sind dagegen oft Kreiselpumpen, die bei zäheren Medien schneller an ihre Grenzen stoßen.

Wann ist eine Saugpumpe die bessere Wahl?

Eine Saugpumpe ist dann vorzuziehen, wenn die Zugänglichkeit zur Pumpe im laufenden Betrieb wichtig ist, wenn das Medium abrasiv oder feststoffreich ist oder wenn die Anlage flexibel umgebaut werden soll. Sie steht außerhalb des Mediums und ist damit ohne Demontage inspizierbar, einstellbar und wartbar.

Für Landwirte und Biogasanlagenbetreiber ergibt sich daraus ein klarer Vorteil: Störungen lassen sich schneller erkennen und beheben. Wer Gülle mit Stroheinträgen, Mist oder anderen Grobstoffen fördert, profitiert von der Robustheit einer Exzenterschneckenpumpe der B-Serie, die solche Medien deutlich schonender und zuverlässiger bewältigt als eine tauchende Kreiselpumpe. Auch wenn die Pumpe an wechselnden Standorten eingesetzt werden soll, ist die freie Aufstellung außerhalb des Behälters ein entscheidender praktischer Vorteil. Für den zapfwellenbetriebenen Einsatz auf dem Hof oder beim Gülletransport bietet zudem die F-Serie Saugpumpe eine bewährte Lösung.

Welche Nachteile hat eine Saugpumpe gegenüber einer Tauchpumpe?

Der wesentliche Nachteil einer Saugpumpe ist die begrenzte Ansaughöhe. Physikalisch liegt die maximale theoretische Saughöhe bei etwa 10 Metern, in der Praxis sind es je nach Medium und Leitungslänge oft nur 4 bis 7 Meter. Bei tief liegenden Behältern oder langen Saugleitungen kann das ein Problem werden.

Außerdem muss eine Saugpumpe in der Regel angesaugt oder befüllt werden, bevor sie startet, sofern sie nicht selbstansaugend ausgeführt ist. Tauchpumpen hingegen starten direkt, da sie bereits im Medium liegen. Für sehr einfache Anwendungen, bei denen keine Wartungsflexibilität gefragt ist und das Medium dünnflüssig ist, kann eine Tauchpumpe daher die unkompliziertere Lösung sein.

Für welche Medien ist eine Saugpumpe geeignet?

Saugpumpen, insbesondere als Exzenterschneckenpumpen ausgeführt, sind für ein breites Spektrum an Medien geeignet: von dünnflüssiger Gülle über zähes Gärsubstrat bis hin zu Medien mit hohem Feststoffanteil wie gehäckseltem Stroh oder Maissilage. Das Förderprinzip ist schonend und druckstabil, sodass empfindliche Medien oder solche mit ungleichmäßiger Konsistenz nicht beschädigt werden.

In Biogasanlagen werden Saugpumpen zum Einpressen von Substrat in Fermenter, zur Rezirkulation und zur Entnahme eingesetzt. Für die Fermenterbeschickung mit besonders feststoffreichen oder schwer pumpbaren Substraten eignet sich ergänzend der APT Raptor, der als Rachenpumpe speziell für den Feststoffeintrag und das Anmaischen von Substraten entwickelt wurde. In der Landwirtschaft fördern Saugpumpen Gülle aus Gruben, Kanälen und Lagerbehältern. Medien mit hohem Gasanteil, sehr feinen Partikeln oder chemisch aggressiven Inhaltsstoffen erfordern eine genaue Auslegung der Pumpe, besonders in Bezug auf Stator-Material und Dichtungstyp.

Was kostet der Betrieb einer Saugpumpe im Vergleich?

Die Betriebskosten einer Saugpumpe setzen sich aus Energieverbrauch, Verschleißteilen und Wartungsaufwand zusammen. Im Vergleich zu einer Tauchpumpe ähnlicher Leistung sind Saugpumpen oft energieeffizienter, wenn sie als Exzenterschneckenpumpen ausgeführt sind, da dieses Förderprinzip bei zäheren Medien weniger Verlustleistung erzeugt als eine Kreiselpumpe.

Die Verschleißteile einer Exzenterschneckenpumpe, vor allem Stator und Rotor, müssen regelmäßig geprüft und bei Bedarf ersetzt werden. Da diese Teile von außen zugänglich sind, fallen Wartungsarbeiten kürzer aus als bei einer Tauchpumpe, die erst aus dem Behälter gehoben werden muss. Über die gesamte Betriebsdauer betrachtet können die niedrigeren Servicekosten den etwas höheren Anschaffungspreis einer hochwertigen Saugpumpe ausgleichen. Wer die Einsparpotenziale in der Fütterung und im Pumpenbetrieb gezielt nutzen möchte, findet bei APT weiterführende Informationen zur Pumpendimensionierung und Kostenoptimierung.

Worauf sollte man beim Kauf einer Saugpumpe achten?

Beim Kauf einer Saugpumpe für die Landwirtschaft oder Biogastechnik sind vor allem die Fördermenge, die maximale Viskosität des Mediums, der Feststoffanteil und die verfügbare Saughöhe entscheidend. Diese Parameter bestimmen, welche Baugröße und welches Förderprinzip sinnvoll ist.

Darüber hinaus sollte man auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen achten. Pumpen, für die Statoren, Rotoren, Kardangelenke und Dichtungen kurzfristig lieferbar sind, verringern das Risiko langer Stillstandzeiten. Auch die Wartungsfreundlichkeit der Konstruktion, also ob Verschleißteile ohne Spezialwerkzeug getauscht werden können, ist ein wichtiges Kriterium. Wer die Pumpe an unterschiedlichen Standorten einsetzen möchte, sollte auf ein robustes Fahrgestell oder eine flexible Montagevorrichtung achten. Einen umfassenden Überblick über das gesamte Pumpenangebot von APT bietet die Produktübersicht, auf der sich verschiedene Baureihen und Förderprinzipien direkt vergleichen lassen.

Wie APT bei der Wahl der richtigen Saugpumpe hilft

APT Allgäuer Pumpentechnik bietet Saugpumpen, die speziell für die Anforderungen in der Gülletechnik und Biogastechnik entwickelt wurden. Das Unternehmen hilft dabei, die passende Pumpe für das jeweilige Medium, die Fördermenge und die baulichen Gegebenheiten auszuwählen. Informationen zum Unternehmen, zum Ersatzteillager sowie zur technischen Unterstützung finden sich auf der Über-uns-Seite von APT.

  • Eigene Exzenterschneckenpumpen der B-Serie, ausgelegt als robuste Saugpumpen für Gülle und Gärsubstrat
  • Umfangreiches Ersatzteillager mit Statoren, Rotoren, Kardangelenken und Dichtungen für schnelle Verfügbarkeit
  • Beratung zu Auslegung, Aufstellung und Wartung durch erfahrene Fachleute
  • Europaweit tätiger Service mit kurzen Reaktionszeiten

Wer unsicher ist, ob eine Saugpumpe oder ein anderer Pumpentyp für den eigenen Betrieb geeignet ist, kann sich direkt an APT wenden. Über die Kontaktseite von APT ist eine unverbindliche Beratung möglich.

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